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Verfassungsschutz nutzt automatische Gesichtserkennung

Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesamt für Verfassungsschutz
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) setzt Systeme zur automatischen Gesichtserkennung mutmaßlicher Extremisten und ausländischer Spione ein.
Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor, schreibt der "Spiegel" in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe. Entsprechende Software werde "in Analyseanwendungen mit dem Ziel der Personenidentifizierung" genutzt, heißt es in der Antwort der Bundesregierung, die als vertraulich eingestuft ist ("nur für den Dienstgebrauch"). Diese Systeme könnten dazu dienen, Personen auf Fotos, in Überwachungsvideos und in Filmen aus sozialen Netzwerken zu erkennen, etwa in Propagandavideos des "Islamischen Staats". Kommerzielle Anbieter haben mit ihrem Algorithmus nach Analysen von US-Forschern bereits Trefferquoten von etwa 70 Prozent. Wo genau und wie erfolgreich das BfV seine Systeme einsetzt, ist unklar. Man beobachte den Markt für solche Systeme "regelmäßig mit dem Ziel der Verbesserung", heißt es in der Antwort.